09.11.2014 Joseph Haydn: Mariazeller Messe

M A C H T V O L L E R   C H O R K L A N G   B E E I N D R U C K T 

11.11.2014 | 07:00 Uhr

Schwelm. Am Ende applaudierte nicht nur ein begeistertes Publikum in der vollbesetzten Christuskirche: Auch Chorsänger, Solisten und Instrumentalisten teilten die Freude über ein großartiges Konzerterlebnis, das wieder für einen musikalischen Höhepunkt in Schwelm sorgte.

Kirchenmusikdirektorin Sabine Horstmann hat die nicht oft zu hörende Mariazeller Messe („Missa Cellensis“, Hob. XXII Nr. 5, früher auch bekannt als „Cäcilienmesse“) von Joseph Haydn sorgfältig einstudiert. Jugendkantorei und Kantorei der Christuskirche glänzen mit machtvollem Chorklang, sicher und klangschön auch in den komplexen Fugen.

Haydns feierliche C-Dur-Messe

Um 1766 komponierte Haydn diese feierliche C-Dur-Messe mit strahlender Virtuosität, selbst in den Messteilen, die zur Besinnung aufrufen. Wie große Oper klingt etwa der Allegro-Beginn im ausgedehnten „Gloria“, den die Choristen auch mit dynamischen Kontrasten bewegend vortragen.

Das herrliche „Qui tollis“ mit seinen Moll-Klagen mit Abwärts-Seufzern der Streicher berührt die Seele.

Die Solisten fügen sich selbstbewusst ein: Sopranistin Anna Pehlken mit kristallklarer, timbrierter Stimme, Altistin Alison Browner mit Ausdruckstiefe und guter Beweglichkeit in den Registern, der für den erkrankten Tenor Wolfram Wittekind eingesprungene Markus Schäfer mit sicherer Artikulation, aber manchmal etwas angestrengt in den Höhen. Bassist Patrick Ruyters überzeugt in den ganz tiefen Lagen, ist aber auch bis in Tenorhöhen gefordert. Das Ristenpart-Orchester, dem auch die Schwelmer Instrumentalisten Burkhard Schäfer und Matthias Grams (Trompete), Tanja Kreiskott (Flöte), Bettina Eckstein (Klarinette) und Nils Brückelmann (Oboe) angehören, liefert runden Orchesterklang und kann sich an Solostellen angenehm zurücknehmen.

Schwierig zu gestalten ist das ruhige „Et incarnatus est“, das vom Tenor große Tonsprünge fordert und den Bass im Piano in die Tiefe führt.

Umsichtiges Dirigat

Auch das „Benedictus“ mit instrumentaler Rahmung bedarf vorsichtiger Lenkung, um die würdevolle Schönheit herauszustellen. Das gelang Sabine Horstmann mit ebenso zupackendem wie umsichtigem Dirigat. „Für solch ein Konzert muss man sonst weit fahren“, meinte ein Zuhörer am Ende. Zu Recht gab es stehend gespendeten Applaus, dem Chor und Orchester mit dem Gloria-Beginn als Zugabe dankten.

Veronika Pantel

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/schwelm/machtvoller-chorklang-beeindruckt-id10025094.html


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