15.06.2013 Kindermusical Esther

Quelle: WAZ - www.derwesten.de/staedte/schwelm/ vom 18.06.2013


Kindermusical

Junge Akteure ernten viel Applaus

von Janice Holtz

Schwelm. Schon früh setzen sich die Kinder in der Christuskirche mit den Themen Toleranz, Respekt und Frieden auseinander. So gut wie kein Buch liefert bessere Geschichten als die Bibel.

Das hat sich auch die Leiterin der Kantorei Sabine Horstmann gedacht und hat gemeinsam mit Solisten der Kinderkantorei, Kinder- und Jugendchören der Christuskirche sowie Instrumentalisten der Jugendkantorei und Kindern der Evangelischen Kirchengemeinde das Kindermusical „Esther“ auf die Beine gestellt.

Die Bühne stand in der Christuskirche. Von dort aus nahmen die Kinder ihr Publikum mit auf eine Reise in eine Welt lange vor unserer Zeit.

In eine Zeit, als der König Xerxes in Persien regierte und seine Frau, die Königin Waschi, wegen Ungehorsams verstoßen hat. Als Xerxes dann eine neue Königin sucht, gelangt auch die junge Jüdin Hadessa an den Hof des melancholischen Königs. Sie soll für zwölf Monate im Harem des Königs leben und sich darauf vorbereiten, dass der König aus einer der Frauen seine zukünftige Königin wählt. Doch Hadessas wirkliche Identität und Religion würde am königlichen Hof für Unruhe sorgen und so nimmt sie den Namen Esther an. In dem Lied „Lasst uns Freundinnen sein“, kommen sich die Frauen im Harem näher und spenden sich gegenseitig Trost und Zuversicht am Hofe in Sisal.

Bald ist der Tag gekommen, an dem Xerxes die Frauen einzeln zu sich ruft. Doch eine nach der anderen verlässt die Gemächer des Königs, denn er lehnt die meisten ab. Esther ist eine der letzten jungen Frauen und es wird ein großes Fest angekündigt, als Xerxes bekanntgibt, dass er Esther zu seiner Frau machen will.

„Doch was ist, wenn er mein Geheimnis erfährt? Er weiß nicht, dass ich Jüdin bin“, fragt sich Esther und trotz ihres Reichtums und neuen Lebens schwebt immer ein Schatten über ihr. Vor allem, weil der königliche Berater Haman, der sich mit unfairen Mitteln auf seinen Platz gekämpft hat, einen schrecklichen Plan ausheckt. Er will das ganze jüdische Volk vernichten.

Hier werden Intrigen gesponnen, es geht um Egoismus und Hochmut und um die mutige Tat einer jungen Frau. Immer wieder unterstreicht der Chor mit seinem Gesang die Geschichte um Esther. Schlussendlich ringt sich die junge Frau durch und verrät dem König ihr Geheimnis und um für ihr Volk um Gnade zu bitten. Der König lässt Haman einsperren und die Juden sind vorerst gerettet. Seit diesem Tag feiern die Juden jedes Jahr wegen Esters Mut ein rauschendes Fest.

Die kleinen Schauspieler tragen bunte, vielfältige Kleider, die prächtig glitzern und bei Bewegung klimpern. Sabine Lovisa ist für die Regie, das Bühnenbild und die Verkleidungen der Schauspieler zuständig gewesen. „Ein halbes Jahr lang hat die Regie mit den Kindern alles einstudiert, geübt und die Kleider geschneidert“, sagt Sabine Horstmann. Dabei hatte sie die Hilfe der Regieassistentin Ingrid Mütze sicher.

Die lange Zeit des Probens hat sich für die Kinder und für das Publikum gelohnt. Trotz des einen oder anderen Textaussetzers haben die Kinder souverän und mit Freude die Geschichte von Esther erzählt, gesungen und vorgespielt.






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