03.02.2013 Café Intermezzo

Foto: Bernd Richter

Quelle: WAZ - www.derwesten.de/staedte/schwelm vom 04.02.2013


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Schwelm. Wer beim Café Intermezzo der Evangelischen Kirchengemeinde Schwelm auf ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee einkehrt, der läuft auch schon einmal Gefahr, seinen Hausarzt zu treffen. Doch der sitzt dann nicht unbedingt am Nebentisch, sondern steht auf der Bühne und singt „Old Man River“.

So geschehen beim „ausverkauften“ jüngsten Auftritt der Kantorei im Petrus-Gemeindehaus. Gemeinsam mit weiteren Akteuren konnten die Besucher nämlich die Gesangsqualitäten „ihres“ Doktors Ulrich Hasenack live erleben. Das alljährliche „Café Intermezzo“ im Petrus-Gemeindehaus lockte am Sonntagnachmittag wieder viele Besucher an.

Geschichte um Liebe und Verwirrung

Schon ab drei Uhr wird das Gemeindehaus der Treffpunkt der Zuschauer. Auf einem langen Tisch werden selbst gebackene Kuchen und Torten angeboten. Im Mittelpunkt stehen an diesem Nachmittag allerdings die Inszenierung und der Gesang der Kinder- und Erwachsenenkantorei.

Kirchenmusikdirektorin Sabine Horstmann ist selbst als Caféhausbesitzerin aktiv und schon vor dem großen Auftritt ein bisschen aufgeregt: „Ich freue mich sehr auf unseren Auftritt. Ich möchte unseren Sängern mal die Möglichkeit bieten, ein Solo singen zu können und nicht nur Kirchenmusik zu machen.“ Und das kommt sehr gut beim Publikum an. Martina Hülsmann ist eine Bekannte von Horstmann und mit mehreren Begleitern extra aus Iserlohn angereist, um sich das „Café Intermezzo“ anzusehen und anzuhören.

„Wir freuen uns jedes Jahr auf den Auftritt der Kantorei und kommen mindestens mit einem Auto wenn nicht sogar mit mehreren“, sagt Hülsmann mit einem Lachen.

Die Geschichte des Café Intermezzo ist schnell erzählt: „Es geht um Liebe und ihre Verwirrungen in und rund um ein Caféhaus. Der Eine liebt die Andere aber diese schwärmt für jemand ganz anderen und schon haben wir eine mittelschwere Tragödie“, erzählt die Kirchenmusikdirektorin.

Verschiedene Genres vertreten

Bei der Aufführung werden Lieder aus allen Genres unter anderem Operetten oder Lieder aus Musicals in eine Geschichte eingeflochten. „Es wird sehr wenig gesprochen und ich bin immer selbst gespannt wie die Sänger in manchen Momenten reagieren, weil der Text meist improvisiert ist“, sagt Horstmann.

15 Jugendliche aus der Jugendkantorei und fünf Männer aus der Kirchenkantorei singen und gestalten den Nachmittag für Mitglieder der Gemeinde und Freunde und Verwandte. „Ich bin das erste Mal hier, aber meine beiden Nichten singen hier heute mit“, so Christa Wünsche, „bisher habe ich nur gehört, dass eine der beiden ein schwedisches Lied singt, also wird es international.“

Von Janice Holtz


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